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Boden selbst ausgleichen

Möchtest du deinen Boden selbst ausgleichen? Mit der richtigen Vorbereitung und einer guten Ausgleichsmasse machst du aus einem unebenen Untergrund wieder eine glatte und ebene Basis. Das ist wichtig, wenn du den Boden anschließend zum Beispiel mit Beton Cire, einem Lavastein Gussboden oder einer Epoxidharz Bodenbeschichtung verarbeiten möchtest.

In diesem Artikel erklären wir dir, wie du deinen Boden selbst ausgleichst, welche Vorbereitung notwendig ist und worauf du beim Auftragen der Ausgleichsmasse achten solltest.

Kosten
€€€
Schritte
9
Schwierigkeit
Dauer
1 Tag
Ausführung
2 Person

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Benötigtes Material

Was benötigst du, um einen Boden auszugleichen?

Bevor du beginnst, ist es sinnvoll, alle Materialien und Werkzeuge bereitzulegen. Ausgleichsmasse hat nämlich nur eine begrenzte Verarbeitungszeit. Sobald du mit dem Mischen beginnst, solltest du daher zügig weiterarbeiten können.

Für das Ausgleichen eines Bodens benötigst du:

  • Ausgleichsmasse, zum Beispiel Uzin NC 570
  • Grundierung
  • Großen Mischeimer
  • Messbecher oder Eimer für sauberes Wasser
  • Mischgerät für Ausgleichsmasse
  • Glättkelle oder Rakel, Stachelwalze
  • Randdämmstreifen (ab ca. 5 mm Schichtdicke)
  • Staubsauger und Besen
  • Persönliche Schutzausrüstung: Nitrilhandschuhe, Staubmaske
  • Abklebeband
  • Eventuell Reparaturmörtel für größere Löcher und Beschädigungen

Arbeitest du mit mehreren Säcken Ausgleichsmasse? Dann ist es sinnvoll, diese vorher bereitzustellen und zu zweit zu arbeiten. Eine Person kann die Ausgleichsmasse mischen, während die andere sie auf dem Boden verteilt.

Was benötigst du, um einen Boden auszugleichen? - Bild 1
Achtung

Bereite den Boden gut vor

Einen Boden selbst auszugleichen ist gut machbar, aber eine gute Vorbereitung ist wichtig. Ausgleichsmasse hat nämlich nur eine begrenzte Verarbeitungszeit. Sorge deshalb dafür, dass du alle Materialien, Werkzeuge und Säcke mit Ausgleichsmasse vorher bereitlegst.

Arbeite mit mehreren Personen
Bei einem kleinen Raum kannst du oft zu zweit arbeiten. Eine Person mischt die Ausgleichsmasse, während die andere sie auf dem Boden verteilt. Bei größeren Räumen kann eine dritte Person hilfreich sein. So könnt ihr schneller arbeiten und die Ausgleichsmasse gut nass in nass verarbeiten.

Kontrolliere die Temperatur
Prüfe vorab die Verarbeitungstemperatur der Ausgleichsmasse, die du verwendest. Bei zu hohen Temperaturen kann die Ausgleichsmasse zu schnell trocknen. Bei zu niedrigen Temperaturen kann sich die Trocknungszeit deutlich verlängern. Halte dich deshalb immer an die Angaben auf der Verpackung.

Entferne den alten Bodenbelag
Entferne zuerst den vorhandenen Bodenbelag und die Sockelleisten. Der Untergrund muss fest, sauber und stabil sein, bevor du mit dem Ausgleichen beginnst.

Fliesenboden ausgleichen
Möchtest du einen Fliesenboden ausgleichen? Prüfe dann zuerst, ob alle Fliesen fest sitzen. Klopfe vorsichtig auf die Fliesen und kontrolliere, ob sie hohl klingen oder locker sitzen. Lose Fliesen solltest du zuerst entfernen oder reparieren. Reinige den Fliesenboden danach gründlich und bereite ihn mit einer Grundierung vor, die für einen nicht saugenden Untergrund geeignet ist.

Fußbodenheizung ausschalten
Hast du eine Fußbodenheizung? Schalte sie rechtzeitig vor dem Ausgleichen aus und beachte dabei die Vorgaben der verwendeten Ausgleichsmasse. Kontrolliere den Boden anschließend auf hervorstehende Stellen und andere Unebenheiten. Diese kannst du bei Bedarf entfernen, bevor du weitermachst.

Schritt 1

Mach den Untergrund staubfrei

Sorge dafür, dass der Boden vollständig staubfrei ist, bevor du mit dem Ausgleichen beginnst. Kehre den Untergrund zuerst gründlich mit einem Besen und verwende anschließend einen Baustellensauger oder leistungsstarken Staubsauger, um feinen Staub zu entfernen.

Achte besonders auf Ränder, Ecken und Stellen mit Kleberesten oder anderen Verschmutzungen. Fett, Öl, lose Bestandteile und Schmutz können dazu führen, dass die Grundierung und die Ausgleichsmasse schlechter haften.

Ein sauberer Untergrund ist deshalb eine wichtige Grundlage für ein gutes Endergebnis.

Mach den Untergrund staubfrei - Bild 1
Schritt 2

Löcher und Öffnungen verschließen

Prüfe den gesamten Boden auf Löcher, Fugen und andere Öffnungen. Ausgleichsmasse ist flüssig und kann leicht durch kleine Öffnungen wegfließen. Das solltest du verhindern, bevor du beginnst.

Kleine Löcher und Fugen
Kleine Öffnungen kannst du vorab mit einem geeigneten Produkt verschließen. Kontrolliere auch die Fugen zwischen Boden und Wänden sowie die Öffnungen rund um Leitungen.

Größere Beschädigungen reparieren
Größere Löcher und Beschädigungen solltest du vorher mit einem geeigneten Reparaturmörtel ausbessern. So verhinderst du, dass du unnötig viel Ausgleichsmasse benötigst, um tiefe Stellen aufzufüllen.

Offene Ränder verschließen
Hast du eine Öffnung, zum Beispiel zu einem Treppenloch oder zu einem anderen Raum? Verschließe diese gut, bevor du die Ausgleichsmasse aufträgst. Achte darauf, dass die Begrenzung höher ist als die spätere Ausgleichsschicht und dass kein Material darunter hindurchlaufen kann.

Löcher und Öffnungen verschließen - Bild 1
Löcher und Öffnungen verschließen - Bild 2
Löcher und Öffnungen verschließen - Bild 3
3 Fotos
Schritt 3

Berechne, wie viel Ausgleichsmasse du benötigst

Bevor du Ausgleichsmasse bestellst oder anmischst, ist es wichtig zu wissen, wie viel du benötigst. Miss deshalb zuerst, wie groß die Höhenunterschiede im Boden sind.

Verwende dafür eine lange Wasserwaage, Richtlatte oder einen Laser. Miss an mehreren Stellen im Raum und bestimme, wie dick die Schicht im Durchschnitt sein sollte.

Bei UZIN NC 570 kannst du für die Berechnung von einem Verbrauch von etwa 1,5 kg Ausgleichsmasse pro m² und Millimeter Schichtdicke ausgehen.

Die Berechnung lautet:

Anzahl m² × Schichtdicke in mm × 1,5 kg = benötigte Menge Ausgleichsmasse

Möchtest du zum Beispiel 20 m² Boden mit einer durchschnittlichen Schichtdicke von 3 mm ausgleichen?

20 × 3 × 1,5 = 90 kg Ausgleichsmasse

Kontrolliere immer den Verbrauch der Ausgleichsmasse, die du verwendest. Halte außerdem etwas zusätzliches Material bereit, damit dir beim Ausgleichen nicht die Ausgleichsmasse ausgeht.

Berechne, wie viel Ausgleichsmasse du benötigst - Bild 1
Schritt 4

Ränder abkleben

Bringe Randdämmstreifen entlang der Ränder des Raumes an, zum Beispiel an Wänden, Türrahmen und anderen festen Bauteilen. Die Randdämmstreifen sorgen für eine saubere Trennung zwischen der Ausgleichsschicht und den angrenzenden Bauteilen.

Achte darauf, dass die Randdämmstreifen höher sind als die Schicht Ausgleichsmasse, die du auftragen möchtest, und drücke sie gut an. Kontrolliere außerdem noch einmal, ob Öffnungen und Fugen gut verschlossen sind, damit die Ausgleichsmasse nirgendwo wegfließen kann.

Ränder abkleben - Bild 1
Schritt 5

Grundierung auftragen

Lies zuerst die Gebrauchsanweisung der Grundierung. Mische oder schüttle das Produkt, wenn dies angegeben ist.

Trage die Grundierung auf dem Boden auf
Beginne an den Rändern mit einem Flachpinsel oder einer geeigneten Rolle. Trage die Grundierung anschließend gleichmäßig auf dem restlichen Boden auf. Arbeite hinten im Raum und gehe langsam in Richtung Ausgang. So vermeidest du, über die nasse Grundierung laufen zu müssen.

Lass die Grundierung anschließend trocknen, bevor du weitermachst. Die Trocknungszeit unterscheidet sich je nach Produkt und Untergrund. Kontrolliere deshalb immer die Verpackung oder die technischen Informationen der Grundierung.

Grundierung auftragen - Bild 1
Schritt 6

Ausgleichsmasse anmischen

Erstelle vor Beginn eine klare Arbeitsaufteilung. Ausgleichsmasse hat nur eine begrenzte Verarbeitungszeit und die einzelnen Mischungen sollten möglichst nass in nass aufgetragen werden.

Verwende die richtige Wassermenge
Verwende einen sauberen Mischeimer oder Mischkübel. Gib zuerst die richtige Menge Wasser hinein und anschließend die Ausgleichsmasse. Halte dich immer an das Mischungsverhältnis auf der Verpackung.

Mische zu einer glatten Masse
Mische die Ausgleichsmasse mit einer leistungsstarken Bohrmaschine und einem Rührquirl zu einer glatten und klumpenfreien Masse. Achte darauf, dass auch das Material am Boden und an den Rändern des Behälters gut mitgemischt wird.

Gib kein zusätzliches Wasser hinzu, um die Ausgleichsmasse dünnflüssiger zu machen. Zu viel Wasser kann die Festigkeit und das Endergebnis beeinflussen.

Ausgleichsmasse anmischen - Bild 1
Ausgleichsmasse anmischen - Bild 2
Ausgleichsmasse anmischen - Bild 3
3 Fotos
Schritt 7

Ausgleichsmasse ausgießen und auf dem Boden verteilen

Beginne hinten im Raum und arbeite dich in Richtung Ausgang vor. Gieße die Ausgleichsmasse ruhig auf den Boden und verteile sie direkt mit einer Glättkelle oder einem Ausgleichsrakel. Arbeite in Bahnen und achte dabei auf eine möglichst gleichmäßige Schichtdicke. Sorge dafür, dass die einzelnen Mischungen gut ineinander übergehen und arbeite deshalb möglichst nass in nass.

Beginne zuerst an den Rändern und in den Ecken. Verteile die Ausgleichsmasse anschließend über den restlichen Boden. Verwende eine Glättkelle, einen Rakel oder ein anderes geeignetes Werkzeug, um die Schichtdicke zu kontrollieren.

Rolle den Boden mit einer Stachelwalze nach
Bearbeite die frische Ausgleichsmasse direkt mit einer Stachelwalze. Damit hilfst du, Luftblasen aus dem Material zu entfernen, und sorgst dafür, dass die einzelnen Bahnen besser ineinander übergehen.

Rolle systematisch über die Oberfläche, solange die Ausgleichsmasse noch gut flüssig ist. Warte damit nicht zu lange. Sobald die Ausgleichsmasse anfängt anzuziehen, solltest du die Oberfläche möglichst in Ruhe lassen.

Arbeite Schritt für Schritt in Richtung Ausgang, bis der gesamte Boden ausgeglichen ist.

Ausgleichsmasse ausgießen und auf dem Boden verteilen - Bild 1
Ausgleichsmasse ausgießen und auf dem Boden verteilen - Bild 2
Ausgleichsmasse ausgießen und auf dem Boden verteilen - Bild 3
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